Sonntag, 21. August 2016

#followdregenius: Bilderwelten zum neuen Roman

Seit ein paar Wochen gibt es mich jetzt auch auf Instagram. Unter dem Hashtag #followdregenius sammle und teile ich dort Bildimpressionen, die ich seit einiger Zeit aufnehmen, auf der Spur des Romanhelden Dregenius. Ein Moodboard aus dem Jahr 486 n.Chr. Ein Blick in die Welt der Völkerwanderungszeit an der Donau, rund um Carnuntum. Dreikaiserstadt und nordöstlichste Metropole von einst. Mehr zur Erzählung "Die Kormoranfeder", anderen Fertigstellung ich arbeite, comming soon...

Freitag, 17. Juni 2016

Nicht gut drauf. Die Welt. Jetzt so.

Ein Irrer erschießt in Orlando 40 Menschen.
Die Gratiszeitung titelt „Schwulen-Killer…“
Nicht sicher, ob sie das wirklich negativ meinen.
In Frankreich prügeln sich Hooligans den Matsch aus der Birne.
Wär‘ nicht so schlimm, wenn dabei nicht Menschen zu Schaden kämen.
Der russische Sportminister findet das aber eh ganz ok.
Der Präsidentschaftskandidat will die USA Muslim-frei machen.
Eine Woche, nachdem sich das Land von Muhamad Ali verabschiedet hat.
Tränenreich.
Die Grünen wollen deutschen Fußballfans die deutsche Fahne verbieten.
Die AfD dankt für die Gratis-Wahlwerbung.
In Katar, dem Land mit der übernächsten Fußball-WM
wird eine Niederländerin verurteilt, weil sie sich hat vergewaltigen lassen.
Und der zweit-„wertvollste“ Konzern der Welt
präsentiert seine Neuheiten:
eine App für dreißig Prozent größere Smileys
und eine, die Rollstuhlfahrern sagt, wann sie herumrollen sollen.
Wann implodiert das Ganze?
Lang kann’s nicht mehr dauern.


Vielleicht sollte es das auch nicht.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Kandidatin Unbeliebt – (w)er liebt sie nicht?

Hillary Clinton hat heute Geschichte geschrieben. Sie ist die erste Frau, der es gelungen ist, in einer der beiden großen Parteien die Kandidatur für das mächtigste Amt der Welt zu erringen. Sie kann die erste Frau an der Spitze der Vereinigten Staaten werden, was kaum weniger ein Meilenstein in der Geschichte der USA – und der Welt – wäre, wie die Präsidentschaft des ersten afroamerikanischen Mannes auf diesem Posten. Und dennoch, so richtig zu freuen scheint das niemand. Jedenfalls nicht öffentlich.

„Die Stimmung auf der Siegesfeier“, schreibt Marc Pitzke aufSpiegel.Online, „ist getrübt“. Zwar schreibt er auch, „Die historische Bedeutung schmälerte das freilich kaum“, aber es klingt pflichtschuldig und bemüht, wenn er anschließend die Zahl der Hausbesuche und Auftritte anführt, so als sei die „historische Bedeutung“ eigentlich eher der Statistik geschuldet. Vor allem aber stellt er doch fest: „Sie ist die unbeliebteste Kandidatin seit Langem“ und das hat man in letzter Zeit immer wieder gelesen. Eigentlich fast immer, wenn der Name Hillary Clinton erwähnt wird. „Die Kandidatin, die keinerwill“ titelt Zeit.de, „Die zwei unbeliebten Kandidaten“ schreibt dieFrankfurter Rundschau im Netz.
Die Liste ließe sich fortsetzen.



Fakten schaffen
Interessanterweise folgen auf diese Feststellungen so gut wie nie Belege für die vermeintliche Unbeliebtheit der ehemaligen Außenministerin und First Lady. Etwa durch Umfragen. Und wenn, dann klingen sie so konstruiert, wie jene in besagtem Zeit.de-Artikel von Andrea Römmle, die auf jüngste Umfragen verweist, laut denen nur 19% der Amerikaner Vertrauen in die Regierung und in die Politische Klasse hätten. Da sich dies auch mit den „persönlichen Wahlkampferfahrungen“ der Journalistin decke, müsse die Gleichung - Clinton = Politikerin = unbeliebt - ja wohl richtig sein. Sehr fundiert.

Das eigentlich Erstaunliche ist aber: vor wenigen Jahren war das noch anders. Im April 2010 titelte Die Welt online „Hillary Clinton beliebter als Angela Merkel“ und untermauerte dies sogleich mit einer „Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive", die zeigte, „dass Hillary Clinton Angela Merkel als beliebteste Politikerin überholt hat“. Drei Jahre später, im Februar 2013 fragte Sebastian Fischer auf Spiegel-Online „geht das überhaupt, amerikanische Politik ohne Hillary?“ und geradezu euphorisch beschrieb er, dass Clinton „sich über die vergangenen vier Jahre zur sympathischen und coolen Person entwickelt“ habe. Auch er hatte, ganz im Unterschied zu den Berichterstattern heute, belegte Zahlen zum Beweis für die Beliebtheit der scheidenden Ministerin parat. Und was für welche: „Einer Umfrage der ‚Washington Post‘ zufolge mögen sie 67 Prozent der Amerikaner. Schon wieder ein Rekordwert. Hillary ist die beliebteste Politikerin in den USA. Unter den Demokraten kommt sie auf 91 Prozent, bei den Unabhängigen auf 65 Prozent und sogar bei den Republikanern auf 37 Prozent. Vor einiger Zeit fanden die Demoskopen gar heraus, dass 44 Prozent der radikalkonservativen Tea-Party-Anhänger glauben, das Land stünde besser da mit einer Präsidenten Clinton.“

Was ist geschehen?
Als aufmerksamer Beobachter fragt man sich da doch zwangsläufig: was ist inzwischen passiert? Die erstaunliche Antwort: nichts! Hillary Clinton hat eine Auszeit genommen und sich zwei Jahre Zeit gelassen, um für sich und ihre Familie zu entscheiden, ob sie noch mal ins Rennen geht, hat natürlich Kontakte und Chancen ausgelotet, dann hat sie sich als Kandidaten zurückgemeldet. Und in der Zwischenzeit wurde in den Medien – den deutschsprachigen und europäischen jedenfalls – beschlossen, sie sei unbeliebt. Unbelegt zwar, aber auch unwidersprochen. Die Frage bleibt nur: warum?

Wegen der E-Mail-Affäre? Es ist das Einzige, das gebetsmühlenartig als Verfehlung und Ursache für Ihren Vertrauensverlust ins Feld geführt wird. Ist das glaubhaft? Macht das Sinn? In einer Zeit, in der allenthalben von der Frustration alle Völker über das Establishment geredet und vor allem geschrieben wird? In einer Zeit in der von Trump bis Sanders Kandidaten Millionen von Stimmen bekommen, weil sie sich als Regelbrecher stilisieren, soll ausgerechnet das Übertreten einer Verwaltungsvorschrift die Meinung der Menschen derart geändert haben, dass aus der eben noch beliebtesten Politikerin eine Persona gerade-noch-so Grata geworden ist? Wofür es, wie zuvor erwähnt, keinerlei stich- oder zahlenhaltige Belege gibt. Von der Tatsache, dass diese „Unbeliebte“ Vertreterin des verhassten Establishments im ach so liberalen Kalifornien gerade gut 60% der Vorwahlstimmen geholt hat.

Man(n) mag sie eben nicht
Es mag eine gleichermaßen unbewiesene Unterstellung sein, aber hier auf meinem Blog darf ich das, für mich klingen all die bärbeißigen Kommentare sehr danach, dass es in den nach wie vor männerdominierten Redaktionen doch immer noch bitter aufstößt, dass nun auch eine der wirklich letzten großen Bastionen der Mannesherrschaft von einer Frau übernommen werden könnte. Offen dagegen sein, geht im 21. Jahrhundert natürlich nicht mehr, und so grummeln die Herren Journalisten, Kommentatoren und Publizisten eben zumindest ein wenig beleidigt herum. Als Clinton das Außenministerium verließ, konnten sie ihr noch huldvoll Applaus spenden, aber jetzt, wo es ernst wird, wo es um das ganz große Ding geht, das dann so richtig toll zu finden, ist offenbar doch immer noch zu viel verlangt.

Unter diesem Aspekt mag rückwirken sogar die Euphorie bei der Ernennung Ihres potentiellen Vorgängers zum Kandidaten im Jahr 2008 ein wenig schal schmecken. War es vielleicht zu einem guten Teil gar nicht die – vermeintlich - endgültige Überwindung der ethnischen Diskriminierung, die den medialen Jubel befeuert hat? Steckte da nicht vielleicht doch eine große Portion „Hauptsache ein Mann“ drin? Insofern mag man fast erleichtert sein, dass der Gegenkandidat nun Donald Trump ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Gutteil der schreibenden und sendenden Zunft in unseren Gefilden auf dessen Seite schlägt, nur um abermals eine Frau im Weißen Haus zu verhindern, ist doch eher gering. Hoffentlich.

Aber ob sich Presse, Rundfunk und Fernsehen am Ende des 8. November, wenn feststeht, dass die Nummer 45 eine Frau sein wird, dann endlich dazu hinreißen lassen, ähnlich geschichtstrunken eine Zeitenwende zu feiern, wie 2008? Wer weiß, vielleicht haben wir Glück und es haben dann gerade ein paar Chefredakteurinnen Dienst? Nun, man(n) wird sehen.

Samstag, 7. Mai 2016

"Ich träume von einem Europa, in dem das Migrantsein kein Verbrechen ist“

Es kommt eher nicht oft vor, dass ich Radio Vaticana und Worte eines katholischen Papstes teile. Diese hier schon. Diese hier kann man gar nicht oft genug lesen und teilen, lesen und teilen, lesen und teilen...
„[…] Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit?“
„[…] Die europäische Identität ist und war immer eine dynamische und multikulturelle Identität.“
„[…] Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog.“
„[…] Diese Kultur des Dialogs, die in alle schulischen Lehrpläne als übergreifende Achse der Fächer aufgenommen werden müsste, wird dazu verhelfen, der jungen Generation eine andere Art der Konfliktlösung einzuprägen als jene, an die wir sie jetzt gewöhnen.“
„[…] Ich träume von einem Europa, das die Rechte des Einzelnen fördert und schützt, ohne die Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft außer Acht zu lassen.“
(Zitate aus der Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der der Verleihung des Karlspreises 2016)

Sonntag, 1. Mai 2016

Mal sehen, was der „Schwarm“ meint!

Zu meinem neuen Roman schwirren mir diverse Titel durch den Kopf. Als Umfrage-Freak würde ich gerne mal sehen, ob mir die Community bei der Vorauswahl helfen kann und bei einem kurzen „Titel-Duell“ mitmacht. Ich verrate noch nicht, worum es in dem Buch geht. Es soll nur das Bauchgefühl entscheiden, wohin der Griff im Buchladen ginge. Einfach bei jeweils dem Titel auf "Vote" klicken, der mehr anspricht. Drei Titelpaare werden nacheinander zur Auswahl vorgeschlagen.
DANKE sag ich schon mal!

Freitag, 29. Mai 2015

Big Data und die langweiligste Show aller Zeiten!

Ein Plädoyer für schlechte Filme, miese Bücher und unerträgliche Songs.


Kennen Sie das? Sie kommen aus dem Kino und denken sich: „Wie kann das nur sein? Bei all dem Screenings, den Testvorführungen, den vielen Profis, die riesige Gehälter von den Filmstudios bekommen, dass eine Handlung so hanebüchen, ein Plot so löchrig, die Einstellungen so langatmig, der Soundtrack so billig und kurzum, der ganze Film so grottenschlecht ist?“ Sie sind verärgert. Es tut ihnen leid ums Eintrittsgeld. Genauso, wie Sie Groll hegen, wenn Sie einen neu erworbenen Roman nach 50 Seiten entnervt ins hinterste Eck Ihres Buchregals verbannen, weil Sie bereits auf Seite 20 zum erstem Mal beinahe eingeschlafen wären. „Haben denn diese Lektoren, diese Verlagsmenschen überhaupt keine Ahnung?“

Wie kann es sein, so geht es einem häufig durch den Kopf, dass bei all der Marktforschung, den vielen wissenschaftlichen Analysen, Umfragen und Untersuchungen, doch so häufig so richtig schlechte Produkte auf den Markt kommen? Bei einer neuen Kaugummisorte oder der jüngsten Lampenedition einer schwedischen Einrichtungskette mag einem das ja mehr oder weniger wurscht sein und man kann es im Zweifel noch immer mit dem Kostendruck entschuldigen. Aber bei einer 100 Millionen Dollar Kinoproduktion mit mindestens nochmal so viel Marketingbudget? Und außerdem, bei Dingen, die einem am Herz liegen, da tut es den Cineasten, den Buch- oder Musikliebhabern unter uns dann so manches Mal richtig weh!

Stichwort Marktforschung. Stichwort Big Data!


Bei einem hervorragenden Vortrag des österreichischen Oxford Professors Viktor Mayer-Schönberger zu diesem Thema habe ich unlängst gelernt, dass Google anhand der Analyse von Suchanfragen bereits im Jahr 2009/2010 quasi in Echtzeit die Ausbreitung des N1H1-Grippevirus vorhersagen und damit wesentlich zu dessen Eindämmung beitragen konnte. Die amerikanische Gesundheitsbehörden, die damals Meldungen aller Hausärzte verpflichtend machte und diese analysierte, konnte seinerzeit die Ausbreitung des Virus lediglich mit einem Zeitversatz von 14 Tagen nachvollziehen, was für die Ausbreitungseindämmung weitgehend  wertlos war.
Im selben Vortrag erfuhr ich auch, dass eine US- Warenhauskette bei der Auswertung ihrer Verkaufsdaten herausgefunden hat, dass ihre Kunden, immer dann, wenn ein Orkan oder Hurrikan angekündigt war, vermehrt Batterien und Taschenlampen kauften. Nun, das hätte jeder von uns ebenfalls und  ohne die Terrabytes an Daten vorhersehen können. Gleichzeitig hat dieses Unternehmen aber auch entdeckt, dass die Menschen bei solchen Sturmankündigungen vermehrt  zu einem ganz bestimmten Typ Fruchtpopkorn griffen. Während die Datenauswertung die Gründe für dieses Verhalten nicht liefern kann, ist das Wissen darum für die Absatzförderung natürlich sehr nützlich.

Mit Big Data, also der Auswertung immenser Datenmengen, so führte Mayer-Schönberger in seinem durchaus dialektischen Referat weiter aus, macht derzeit ein Start-Up-Unternehmen aus dem Silicon Valley, das mittels einer App Autofahrern frühzeitige Stauwarnungen geben kann, auch Big Money. Aber nicht mit den nützlichen Routenvorschlägen für die Pendler, sondern da sie erkannt haben, dass sie aus den Daten, die sie über das Fahrverhalten gewinnen, Vorhersagen über die Quartalsabschlüsse der großen Supermarktketten treffen und somit Investmentfonds einen wertvollen Wissensvorteil anbieten können.

Mittels 1.200 Messdaten, die bei Frühgeborenen mit Sensoren jede Sekunde erhoben wurden, ist es einer kanadischen Ärztin gelungen, lebensbedrohende Infektionen zu erkennen, 24 Stunden bevor die ersten Symptome auftreten. Frühchen müssen daher an diesen nun nicht mehr sterben.
Und japanische Autohersteller entwickeln gerade einen Sitz, der anhand der Vermessung Ihres Hinterns erkennt, ob Sie rechtmäßig in diesem Fahrzeug sitzen und verhindert so effektiv jeden Diebstahl.

Wenn all das möglich ist, wenn Daten, Algorithmen und Statistiken die Welt so berechenbar machen, warum gibt Warner Brothers dennoch 180 Millionen Dollar für einen Tom Cruise Film aus und pumpt noch mal so viel Werbegeld hinein, obwohl es doch wissen müsste, dass der Streifen kolossal floppen wird?

Natürlich hat oxford’sche Big Data Experte auch anschaulich auf die Gefahren und Risiken der großen Sammel- und Auswerterei hingewiesen. Spätesten bei dem Beispiel der zweiten amerikanischen Supermarktkette, die anhand des Einkaufsverhaltens erkennen kann, ob Kundinnen schwanger sind – und das häufig sogar bevor es diese selbst wissen – haben sich beim Großteil der Zuhörerschaft doch recht gemischte Gefühle eingestellt.

Aber während der Vortragende auf die Grenzen der Erkenntnisse einging und vom notwendigen Vertrauen, das Verbraucher in Unternehmen und Institutionen haben müssten, damit die Daten basierte Zukunft eine goldene wird oder überhaupt eine solche hat, ging mir angesichts all der Prognosen irgendwann ein Satz durch den Kopf, den Thomas Gottschalk vor vielen Jahren - „Wetten daß?“ war damals noch das Maß jeder TV-Unterhaltung - in einem Interview sinngemäß sagte:

Anhand der Einschaltquoten und mit Analysen des Zapp-Verhaltens des Publikums und mittels unzähliger Auswertungen wissen wir ziemlich genau, wie die perfekte Fernsehshow ablaufen müsste. Wir wissen, welche Talk-Gäste wann zu welchen Themen befragt werden sollten, welcher Musik-Act in welchem Bühnenbild auftreten müsste und welche Action für die höchsten Zuschauerzahlen sorgen würde. Und ich wette, dass wenn wir genau diese Sendung abliefern würden, wäre es die langweiligste Show aller Zeiten!

Diese Erkenntnis glaube ich unbesehen.

Und daher bin ich eigentlich dankbar, dass jemand bei Warner Brothers 200 Millionen Dollar für einen furchtbaren Sciencefiction-Film verbrennt. So gesehen, ist er die 12 Euro doch wert! Seien wir froh, dass es Verleger gibt, die auch richtig üble Machwerke auf den Markt bringen. Freuen wir uns über neue Autos, die so unproportioniert und hässlich sind, dass sie kein einziges Like auf Facebook bekämen, über Suchergebnisse auf Google, die so meilenweit von dem entfernt sind, was wir eigentlich finden wollten und ja, weil’s grade passt, seien wir glücklich, dass es auch bei supermassentauglichen Eurovisions-Events Beiträge gibt, die mit Null Punkten nach Hause gehen.

Ein Hoch auf den prognosefreien Griff ins Klo und auf das Bauchgefühl. Möge es noch lange auch mal richtig daneben liegen dürfen.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Leser lesen... Goldregen

Leserreviews haben für mich als Autor einen ganz besonderen Stellenwert. Zum einen ist es spannend, vergleichsweise ungefiltert zu erfahren, wie das, was man da getextet hat, bei der Leserin oder dem Leser letztlich ankommt. Auch wenn die ausführliche Buchbesprechung in der FAZ auf den Handel und damit auf den Absatz eines Werkes sicher immer noch den weit größeren Einfluss hat, so sind Leserrezensionen auf jeden Fall mal ganz sicher authentischer. Denn im Gegensatz zum professionellen Buchberwerter müssen sich schreibende Leser nicht intelektuell rechtfertigen oder mit dem Buchautor messen, sie müssen nicht ausgewogen oder rücksichtsvoll sein, können ohne Gesichtsverlust auch mal eigene Unkenntnis preisgeben und entgegen des Eindrucks, den Internetkommentare üblicherweise hinterlassen, sind sie in aller Regel ausgesprochen nett.

Zum anderen erfahre ich als Autor auf diese Weise natürlich auch einiges über meine Leser oder Leserinnen. Von welchem Wissensstand kann man ausgehen, was ist "Common sense" und was halte ich manchmal nur für einen solchen. 

Und schließlich ist es natürlich auch ein gewisser Gradmesser dafür, ob etwas von der "Message", die ich durchaus in meinen Romanen unter die Leute bringen möchte, auch tatsächlich ankommt. Gerade was das betrifft, stimmen mich die ersten Leserreviews, die ich jetzt lese, recht glücklich, denn hier scheint es mir gelungen zu sein, das eine oder andere nachhaltig anzubringen. 

Nachfolgend ein kleine Leserreview-Sammlung, die sich hoffentlich noch erweitern wird.

Amazon Kundenrezensionen (link)


"Super gelungen
[...] Die Geschichte ist durchgehend spannend und dabei interessant und informativ. Man erfährt viel über die Roma, die Gipsy-Kultur, über Wien und Budapest, aber auch über das Leben in Südosteuropa auf dem Land. [...]" (Mondscheinleser)

"Ein sinnlicher Mordfall
Ein sinnlicher Mordfall - kann es das geben? Ich hätte es nie vermutet, aber nach der Lektüre von Daniel Carinssons "Goldregen" ist meine Antwort ganz klar "Ja": und zwar, wenn die Atmosphäre, die Wirkung - sowohl die des Umfeldes als auch die der Figuren aufeinander und auf den Leser - und das Drumherum so sehr im Vordergrund stehen, dass der Leser ganz in der Lektüre verschwindet, ja, von ihr aufgesogen wird. [...]" (Kalamaira)

"Gipsy-Krimi
Der Prolog beginnt so spannend, dass es einem das Blut in den Adern gefriert [...]" (Jarmila Kesseler "esposa1969")

"Goldregen
Daniel Carinssons Leidenschaft für Musik und die Kultur der Romas wird im Laufe des Romans immer deutlicher. Seine Faszination geht auf den Leser über. Es entwickelt sich eine mitreißende Atmosphäre. [...] (M.Ernst)
 

Lese- & Bücherblogs


Feiner reiner Buchstoff (Link)

"Sara la Kali
'Goldregen' ist nicht die Sorte Krimi, die vor Actionszenen nur so strotzt, hier liegt der Schwerpunkt auf den handelnden Personen, auf der Aufklärung des Falls und auf dem Schaffen einer authentischen Atmosphäre [...] (Serendipity3012)

Creative Look (Link)

"Goldregen
[...] Carinsson greift am Beispiel Ungarns die brisanten politischen Entwicklungen in Osteuropa auf, beschreibt die Angst vor der rechtsnationalen “Garde”, gibt den Lesern einen Einblick in Traditionen der Roma und lässt seine Liebe zur Musik in jedem Kapitel aufflackern. [...] (Creative Look)

Lovelybooks.de (Link)


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